Nachhaltigkeit in der Metall Industrie.

Land auf Land ab versuchen Unternehmen immer nachhaltiger zu wirtschaften. Dieses Denken stimmt zum einen für die Profit-Lage der Unternehmen, wie auch für die Umweltbilanz eben jener.

Insbesondere große Fabriken sehen sich immer wieder vor der Herausforderung, ihr Handeln und ihr Streben rechtfertigen zu müssen. Grund hierfür ist der enorme Hunger an Ressourcen dieser Unternehmen und insbesondere Betriebe innerhalb der Metallindustrie geraten leicht unter Beschuss. Dies hat zum einen den Hintergrund, dass Unternehmen der Metallindustrie einen noch höheren Energiebedarf haben als Betriebe anderer Industriezweige. Alle Herstellungsarten sind enorm aufwendig, zeitintensiv und kostenhungrig. Hinzu kommt die oftmals enorme, umweltliche Belastung. Hochöfen blasen Rauch in die Atmosphäre und gifte Schlacke muss irgendwie gehandhabt werden. Innerhalb der Prozesse kommen oftmals große Mengen an Wasser ins Spiel und diese Abwässer müssen gesondert behandelt werden. Wie sehr kann man da noch auch Nachhaltigkeit setzen?

Deutschland ist insbesondere für seine Fabriken bekannt. Das Ruhrgebiet war über Jahrzehnte hinweg der Dreh- und Angelpunkt großer Industriezweige und noch heute befinden sich viele davon in Betrieb. Wie haben diese Unternehmen also auf den wachsenden Druck aus der Bevölkerung reagiert und ihr Streben mehr der Nachhaltigkeit zugewandt?

Ganz am Anfang waren es zunächst einmal die Filteranlagen der Fabriken. Das Ruhrgebiet war zu einer Zeit innhalb seiner Geschichte, oftmals in dicken Nebel eingeschlossen und das konnte auf Dauer weder gesund sein, noch zu einem Wohlwollen der Anwohner führen. Insbesondere Metallfabriken haben daraufhin angefangen, Filteranlagen in die Schornsteine zu bauen. Diese filtern den größten Teil an giftigen Stoffen, die beim Prozess der Herstellung von Metall anfallen, heraus. Zusätzliche Filter wurden für das benutzte Wasser installiert. Dieses muss mittlerweile strenge Richtlinien erfüllen, bevor es dem weiteren Abwasser zugeführt werden darf. Viele Betriebe setzten mittlerweile aber auf einen Kreislauf und somit auf die Reinigung, im hauseigenen Betrieb. Dieser Umstand ist nicht nur einem größeren Verständnis der Umwelt entsprechend zu verdanken, sondern auch eine einfache Frage der Kosten. Es ist schlicht günstiger das Wasser wiederzuverwenden, als immer die Abwassergebühren zu zahlen.

Ein weiterer Punkt ist der Stromverbrauch. Es gibt wenige Branchen die über einen höheren Stromverbrauch verfügen, als Betriebe der Metallherstellung. Riesige Gerätschaften verbrauchen Unmengen davon und es ist schier unmöglich, das Unternehmen diesen Strom selbst produzieren. Doch tragen sie maßgeblich dazu bei, welche Energiequelle sich durchsetzt. Kauften sie früher den günstigen Strom der Kohlekraftwerke ein, waren es danach die Atomkraftwerke, welche die nötige Energie lieferten. Erst nach und nach besannen sich Unternehmen darauf, es auch einmal mit Ökostrom zu versuchen. Mit immer wachsenden Quellen der erneuerbaren Energien in Deutschland, wurde dieser Strom auch in Sachen Preis konkurrenzfähig. Große Fabriken tragen somit in nicht kleinen Maße dazu bei, dass diese Felder weiter ausgebaut werden.

Um Transporte nach der Herstellung des Metalls ebenfalls ökologisch besser zu handhaben, setzen viele Unternehmen heutzutage auf Lastwagen mit neusten Motoren. Diese sind in der Anschaffung zwar teurer, doch zeichnen sie sich im späteren Verlauf durch einen geringen Verbrauch aus. Ein weiterer Pluspunkt in Sachen Umwelt und Kosten.

Es gibt dennoch noch viel zu tun und mit immer mehr Innovationen, wird auch die Nachhaltigkeit dieser Betriebe weiter wachsen.